Produktmerkmale
10 Megapixel Sensor 3,8-fach optisches Zoom Großes 7,5 cm LC-Display Besonderheiten: Hoch lichtstarkes 1:2,0 Weitwinkel-Objektiv, HDR-und viele Kreativmodi (Fischaugen, Miniatureffekt), Variables Seitenverhältnis Lieferumfang: PowerShot Kamera, Trageriemen, Akku NB-6L, Akkuladegerät (CB-2LYE) inkl. Netzkabel, USB-Kabel, Video-Kabel, Bedienungsanleitung, SoftwareProduktbeschreibungen
Kurzbeschreibung
Die Premium-Kompakte mit HS System - für anspruchsvolle Fotografen
Traumhaftes Objekt(iv) mit starker Leistung
Die PowerShot S95 mit innovativem HS-System ist unter den PowerShot-Modellen die Premium-Kompakte für anspruchsvolle Fotografen. HD-Movies, RAW-Aufnahmen, vollständige manuelle Steuerung und Steuerring am Objektiv sind ideale Voraussetzungen für die Entdeckung kreativer Möglichkeiten. Das hoch lichtstarke 1:2,0-Weitwinkelobjektiv (28 mm) mit 3,8fach optischem Zoom ist Garant für eine maximale Lichtausbeute und tolle Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Stativ oder Blitz, es ist eine perfekte Ergänzung zum HS-System. Der optische Bildstabilisator kompensiert Verwacklungen für bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten; die PowerShot S95 ist die erste Kompaktkamera von Canon mit einem Hybrid-Bildstabilisator für optimierte Bildqualität im Makrobereich.
Traumhafte Features für schwache Lichtverhältnisse - das innovative Canon HS-System
Das innovative Canon HS-System der PowerShot S95 ist eine Kombination aus hoch empfindlichem 10-Megapixel-CCD-Sensor und leistungsstarkem DIGIC-4-Prozessor für eine außergewöhnliche Bildqualität vor allem bei schwachen Lichtverhältnissen. Erreicht wird ein maximaler ISO-Wert von ISO 3.200 bei voller Auflösung und reduziertem Bildrauschen. Im Auto-ISO-Modus kann eine maximale ISO-Einstellung festgelegt werden.Im Low-Light-Modus erweitert sich der ISO-Bereich von ISO 320 bis 12.800 bei 2,5-Megapixel-Auflösung. Manuelle Steuermöglichkeiten lassen hier viel Spielraum für stimmungsvolle Bilder an schwach beleuchteten Orten. Darüber hinaus entstehen schnellere Reihenaufnahmen mit bis zu 3,9 Bildern pro Sekunde.
Der hoch empfindliche Sensor ermöglicht nicht nur Aufnahmen ohne Blitz bei geringer Beleuchtung, sondern erhöht auch den Dynamikbereich. Das Resultat: Bilder haben fast immer eine natürliche Ausstrahlung.
Im neuen HDR-Modus (High Dynamic Range) werden kontrastreiche Motive besonders wirklichkeitsgetreu festgehalten. Spitzlichter und Schatten sind betont, das Bild entspricht der Stimmung, die der Fotograf wahrgenommen hat.
Traumhafte Details für Ambitionierte und Individualisten - manuelle Steuerung und vielfältige Funktionen
Über den Steuer-Ring am Objektiv können verschiedene Einstellungen manuell angepasst werden. Die Arbeitsweise des Rings und des griffig konzipierten Multi-Control-Wählrades kann vorab definiert werden. Eine Shortcut-Taste lässt sich für den Direktzugriff auf gewünschte Funktionen konfigurieren, eine Custom-Einstellung ist für individuelle Konfigurationsmöglichkeiten vorhanden.Diverse Seitenverhältnissen (3:2, 4:3, 1:1, 16:9, 4:5) sind wählbar, um die Aufnahme an Motiv oder Verwendungszweck des Bildes anzupassen.
Die Schärfenachführung bei dynamischen Motiven oder ausgewählten Personen oder Objekten aus der Bildmitte arbeitet auch bei Positionsänderungen oder neuer Bildkomposition optimiert.
Klasse: Für den Einsatz im oder am Wasser ist ein Unterwassergehäuse optional erhältlich.
Die Kamera passt nahtlos in den Workflow eines Fotografen, sie gestattet die RAW-Aufzeichnung und ist damit bestens gerüstet für die digitale Nachbearbeitung. Das Plus: im Lieferumfang ist die Software Digital Photo Professional enthalten.
Traumhaft komfortabel und superschlank
Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die PowerShot S95 mit nur 29,5 Millimetern noch schlanker. Das 7,5 Zentimeter große PureColor-II-G-LCD mit ca. 461.000 Bildpunkten besteht aus Sicherheitsglas für erhöhte Stabilität, hohen Kontrast, weiten Betrachtungswinkel und optimierte Lesbarkeit. Auf Wunsch können Tipps und Hinweise im Display eingeblendet werden. Eine neue RGB-Histogrammanzeige ermöglicht bei der Wiedergabe eine sorgfältige Prüfung der Bildhelligkeit.Natürlich gibt es auch bei dieser Kamera jede Menge Aufnahmemodi für ein Maximum an kreativer Entfaltung auf ganz komfortable Art.
Traumhafte Brillanz für Movies in HD
Im Moviemodus mit Stereo-Sound und optischem Zoom entstehen klasse 720p-HD-Movieclips, aufgezeichnet mit 24 B/s , die über die HMI™-Schnittstelle auf einem kompatiblen HDTV wiedergegeben werden können. Auch für Movieclips steht der Miniatur-Effekt zur Verfügung, die Movies erhalten ein modellhaftes Aussehen.Produktinformation
Größe und/oder Gewicht: 5,8 x 10 x 2,9 cm ; 168 g Produktgewicht inkl. Verpackung: 640 g Versand: Dieser Artikel wird, wenn er von Amazon verkauft und versandt wird, nur in folgende Länder versandt: Deutschland Modellnummer: 4343B011 ASIN: B00402S4YS Im Angebot von Amazon.de seit: 19. August 2010Als langjähriger Digital-, auch SLR-Hobbyfotograf (2002 begann ich mit einer Olympus C-40 - 4 MP auf einem 1/1,8"-Sensor, 2003 dann Einstieg in das SLR-Segment mit einer Canon EOS 10D; heute besitze ich eine EOS 40D mit einer Vielzahl von Objektiven), lag mir schon immer an einer guten Zweitkamera aus dem Kompakt-Segment, die möglichst nah an die SLR-Qualität heranreicht, aber eben hosen- oder zumindest jackentaschentauglich ist.
Unter anderem besaß ich mal die Canon Powershot S70. Sie brachte 7 MP auf einen relativ großen Sensor, aber die Elektronik und die kamera-internen Nachbearbeitungsalgorithmen waren damals noch nicht so leistungsfähig. Auf die Dauer war ich mit den Detail-Verlusten selbst bei ISO 50 (von hohen ISO-Werten gar nicht zu reden) unzufrieden (da half auch das RAW-Format nichts). Zudem war sie ziemlich sperrig. Also verkaufte ich die S70 wieder. Eine Ixus kam damals nicht in Frage (zu gering manuell beeinflussbar), und damit war Canon im Kompaktkamera-Bereich lange kein Thema für mich.
Es kam die große Zeit von Fuji und ihrem SuperCCD (vernünftige 6 MP auf einem 1/1,7"-Sensor). Ich besaß die F10, die F30 und zum Schluß die F31fd. Letztere begleitete mich bis jetzt treu über mehrere Jahre. Exzellente Farben, Detailtreue und exzellentes bis tolerierbares Rauschen bis ISO 800, schnell, ein vernünftiger Bildschirm, tolle Akkulaufzeit und gut bedienbar. Da gab's wenig zu meckern. Die Fujis waren der Konkurrenz lange Zeit weit überlegen.
Dann kam die Canon Powershot S90, welche ich noch geflissentlich ignoriert habe. Doch mit Erscheinen der S95 kam ich dann doch ins Grübeln. Zusätzlich zu den Fähigkeiten der F31fd wurden mir geboten: Echte 28 mm Weitwinkel, eine ganze Blende mehr Lichtstärke, moderner Hybrid-IS, RAW-Format, HD-Video (720p), vertretbare 10 MP auf 1/1,7"-Sensor, Pixel-Binning-Modus (also Zusammenfassung von 4 Pixeln zu einem, damit Erhöhung der Lichtempfindlichkeit um Faktor 4) ... Da hat Canon eigentlich ein sehr vernünftiges Technikpaket geschnürt, mit reichlich Zutaten, die gut und teuer sind. Okay, die "Motivklingel" fehlt immer noch ;-), aber wenn jetzt noch die Bildqualität - auch bei hohen ISO-Werten - stimmt, ist diese Kamera doch ein Traum!
Fuji ist ja leider keine Alternative mehr: Die F200EXR war offensichtlich die letzte noch halbwegs brauchbare Kamera, aber mit der F300EXR liefert nun auch Fuji scheinbar nur noch Mist ab.
Also habe ich den ersten - ausschließlich positiven - Rezensionen zur S95 Glauben geschenkt und sie einfach mal bestellt. Und tatsächlich, ich wurde nicht enttäuscht, denn jetzt überlege ich sogar, meine treue F31fd zu verkaufen. Das soll was heißen, denn noch vor kurzem konnte ich mir das nicht vorstellen!
Natürlich hat auch die S95 Schwächen:
- Der gewöhnungsbedürftige (weil herausschnellende) Blitz. Man muss sich eine andere Kamerahaltung angewöhnen.
- Die gegenüber der Fuji in etwa halbierte Akkulaufzeit. Das Mitführen eines Ersatzakkus ist wieder Pflicht, ist aber auch kein Wunder: Der Canon-Akku hat 1000 mAh, der Fuji-Akku nahezu doppelt so viel bei entsprechend größeren Maßen. Mit der Kapazität des Fuji-Akkus würde die Canon wohl ähnliche Standzeiten wie die F31fd erreichen (und das trotz bei mir permanent aktiviertem Bildstabilisator), aber irgendwo muss man nun mal Prioritäten setzen.
- Manche Software-Features sind mit Vorsicht zu genießen. Beispiel iContrast: Zwar erzielt die Funktion eine dezente Helligkeits-Anhebung der Schatten- bzw. Absenkung der Lichterpartien, die Kamera schaltet dafür aber mehr oder minder stark die ISO hoch. Damit handelt man sich mehr Rauschen und Detailverluste ein, als nötig wäre. Wenn's geht, also lieber RAW fotografieren und die Tiefen/Lichter in der Nachbearbeitung korrigieren.
- Der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht ist mir häufig zu orange-/gelbstichig. Ein Problem, dass die S95 mit ihren DSLR-Kollegen teilt. (Abhilfe: RAW fotografieren und bei der Entwicklung korrigieren).
Das war's aber auch schon an wesentlichen Kritikpunkten.
Pluspunkte sind:
+ Maximale Bildqualität (exzellente Farben, hohe Schärfe und Detailtreue auch bei höheren ISO), in den höheren ISO deutlich besser als bei der Fuji F31fd.
+ Hervorragendes Rauschverhalten bis ISO 400, problemlos auch noch bei ISO 800, bei ISO 400 und mehr besser als bei der Fuji F31fd.
+ Hohe Anfangslichtstärke von 1/2.0.
+ 28 mm Weitwinkel (auf KB-Format umgerechnet).
+ Wirksamer Bildstabilisator (1/15 Sek. und noch längere Verschlusszeiten können problemlos aus der Hand gemacht werden). Der IS wirkt sich auch positiv auf die Bildruhe bei Videos aus.
+ Intuitive und praxisgerechte Bedienung (wer eine Canon-SLR kennt, wird keine Schwierigkeiten haben und die "Shortcuts" zu wichtigen Funktionen - ohne in Menüs abtauchen zu müssen - zu schätzen wissen).
+ RAW-Format ermöglicht via Nachbearbeitung, das Letzte aus den Aufnahmen herauszuholen. (Anmerkung: Bisher habe ich das RAW-Format der S95 noch nicht ausprobiert, meine Äußerungen hier beruhen sämtlichst auf den JPEGs.)
+ Alles ist manuell regel-, einstell- und beeinflussbar.
+ Der ausfahrende Blitz ist zwar lästig, hat aber auch den Vorteil, dass durch die relativ große Entfernung zur optischen Achse kaum rote Augen entstehen.
+ Pixel-Binning erlaubt brauchbare Aufnahmen auch noch bei Lichtverhaltnissen, unter denen Fotografieren mit einer Kompakten sonst eigentlich unmöglich ist.
+ Exzellente Verarbeitung und Haptik.
Die hohe Anfangslichtstärke, der Bildstabilisator und das relativ geringe Rauschen bei hohen ISO-Werten erlauben in Kombination brauchbare Bilder auch in Available Light-Situationen, in denen ich selbst mit der Fuji F31fd nicht einmal ans Fotografieren gedacht hätte. Oder eben rauschfreiere Bilder oder schnellere Verschlusszeiten in Situationen, die auch mit der Fuji zu bewältigen waren. Und wenn eigentlich gar nichts mehr geht, geht doch noch das Pixel-Binning, also zwar mit nur 2,5 MP (nicht wirklich toll, aber eben besser als gar kein Foto), aber deutlich gesteigerter Lichtempfindlichkeit bei (im Verhältnis zur genutzten ISO) moderatem Rauschen.
Ich muss noch dazu sagen, dass ich kein Fan von Motivprogrammen bin. Wie bei der SLR arbeite ich auch bei der S95 hauptsächlich mit den "Kreativprogrammen" Av, Tv und P. Es ist mir einfach zu mühselig, mit jeder neuen Kamera die Eigenheiten von zwei Dutzend und mehr Motivprogrammen zu erlernen. Da verlasse ich mich lieber auf die Berechenbarkeit der Kreativprogramme, meine Erfahrung und die Möglichkeiten der Nachbearbeitung.
Von daher kann ich zur Brauchbarkeit der Motivprogramme nicht viel sagen, aber ich denke, dass die S95 auch bei Nutzung dieser Automatiken eine gute Performance zeigt.
Insgesamt muss man sagen, dass man derzeit kaum eine bessere Kamera bauen kann. Hätte ich die Wahl, fiele mir zwar schon noch was ein. Das mit dem Blitz sollte man irgendwie anders lösen können (z.B. rechts fest ins Gehäuse integrieren, denn auch dort wäre der Abstand zur optischen Achse groß, und die Verdeckungsgefahr relativ gering). Ich wäre auch für eine weitere Reduktion der Pixelzahl - zugunsten weiter optimierten Rauschverhaltens - auf 8 (wenn nicht gar 6) MP. Mehr braucht zumindest auch ein ambitionierter Hobbyfotograf im Regelfall nicht.
Aber das wären relativ geringfügige Verbesserungen. Ich bin daher sehr zufrieden und kann die S95 nur wärmstens empfehlen, insbesondere dem engagierten SLR-Fotografen, der eine wirklich gute kompakte Zweitkamera sucht. Klar, die S95 hat ihren Preis, aber bedenkt man die reichhaltige Ausstattung und das hohe Qualitätsniveau, ist sie keineswegs zu teuer.
1. Handlichkeit: Die S95 ist ultrakompakt und findet mangels Ecken und Kanten den Platz in jede Tasche und auch aus dieser wieder heraus ohne hängen zu bleiben. Die Oberfläche ist gegenüber der S90 griffiger geworden, wer es ganz griffig haben will, der kann sich den oft gelobten Handgriff von Lensmate aus dem Internet holen, den ich allerdings für entbehrlich halte. Das Metallgehäuse macht einen wertigen Eindruck, die Verarbeitung ist sehr gut. Die Handschlaufe ist zwar ausreichend lang, es fehlt jedoch eine Arretierschlaufe, mit der sie sicher am Handgelenk sitzt. Ein weiterer -wenn auch kleiner- Nachteil: Das Schlaufenband ist extrem allergisch auf Klettverschlüsse und zieht rasch Fäden.
2. Bedienung: Nach Verlegung des Einschaltknopfes in Reichweite der rechten Hand (Rechtshänder) ist eine Einhandbedienung gut möglich, auch der Auslöser ist nun nicht mehr mit dem Funktionswahlrad zu verwechseln und kann leicht ertastet werden, weil er griffiger gestaltet wurde. Neben den auch bei Spiegelreflexgeräten üblichen Programmfunktionen wird neben interessanten Szenenmodis und einem hochwertigen Filmmodus auch die Möglichkeit geboten die persönlichen Einstellungen auf die Raste C zu legen und so gegen Verstellen durch andere Nutzer zu schützen. Das Besondere an der Bedienung ist das große, griffige,programmierbare Rad, das um die Optik herumläuft. Ich habe es auf Belichtungskorrektur programmiert und habe dank der deutlichen Rasterung rasch gelernt es ohne Blick auf das Display zu bedienen. Die programmierbare Taste auf der Rückseite habe ich für einen raschen Wechsel von Integral- auf Spotmessung programmiert, die sich vor allem im Makrobereich bewährt hat. Der Wermutstropfen war für mich das noch immer zu leichtgängige Kontrollrad auf der Rückseite. Wenn man RAW fotografiert und den Ring an der Vorderseite auf Belichtungskompensation gestellt hat, dann schaltet das Rad gnadenlos und nicht abstellbar auf ISO-Verstellung um. Einhand und mit Handschuhen habe ich das Rad anfänglich immer wieder einmal unabsichtlich verstellt und das gleich von AUTO auf ISO 3200 bis ich die Lösung im Internet fand. Lensmate bietet einen kleinen aufklebbaren Ring um den Kontrollring an, der ein unbeabsichtigtes Verstellen so gut wie unmöglich macht.Der Kontrollring läßt sich nun schwerer verstellen, aber die Vorteile des Verstellschutzes wiegen für mich diesen Nachteil eindeutig auf. Das Menü ist intuitiv zu bedienen, am Display gibt es nichts auszusetzen.
3. Schnelligkeit, Belichtung, Autofokus, Stabilisator: In der Geschwindigkeit besteht kein großer Unterschied zu den Kompakten, eine Spiegelreflex ist schneller. Punkt. Was hervorsticht ist jedoch die Genauigkeit der Belichtung und die Treffsicherheit des Autofokus. Von einer generellen Überbelichtung kann -zumindest bei meinem Exemplar- keine Rede sein. Natürlich muss man wissen, wo man bei starken Lichtkontrasten und Integralmessung die Belichtung durch halbes Durchdrücken des Auslösers fixiert,ein Blick aufs Display verrät recht viel. Der Bildstabilisator arbeitet einwandfrei und ermöglicht scharfe Aufnahmen bis zu 1/15 was ohne Zweifel zur guten Dämmerungsleistung der Kamera beiträgt. Die Batterielebensdauer kann nur als durchschnittlich bezeichnet werden, da muss man der kompakten Bauweise Tribut zollen. Da die Batterieanzeige -wie üblich- nicht sehr hilfreich ist (beim Wechsel von drei auf zwei Balken ist bald Schluss)ist es empfehlenswert, sich einen (sehr billigen) Zweit- bzw. Drittakku zuzulegen. Sie sind zwar (subjektiver Eindruck) nicht ganz so leistungsfähig wie das Original, was aber selten eine Rolle spielt.
4. Bildqualität: Das ist die große Stärke der S95. Ich arbeite mit RAW, konvertiere die Aufnahmen in der mitgelieferten Canon-Software und bearbeite sie in PS nach. Da die Belichtung fast immer stimmt und die Farben exzellent sind gibt es da meistens nicht mehr zu tun als den Ausschnitt fein zu justieren und bei starken Kontrasten Bildteile aufzuhellen bzw. abzudunkeln. Bei keiner meiner Kameras muß ich so wenig an den Farben drehen als bei der S95 ! Die Dämmerungsleistung ist natürlich mit meiner D700 nicht zu vergleichen. Doch bis ISO 1600 sind die Bilder durchaus noch brauchbar, bis ISO 800 sogar ansehnlich. Zur guten Leistung bei Schwachlicht trägt natürlich auch die lichtstarke Optik bei (bei Weitwinkel Lichtstärke 2 !)
5. Fazit:
Stärken: Handlichkeit, Robustheit, zahlreiche ohne Gang ins Menü erreichbare Funktionen, außergewöhnliche Bildqualität dank großem Sensor, wenig Ausschuss dank treffsicherem Belichtungsmesser und Autofokus. Gute Dämmerungsleistung aufgrund lichtstarker Optik und gutem Bildstabilisator.
Schwächen: Leicht verstellbarer und im P-Modus nicht abschaltbarer Kontrollring (spielt bei AUTO keine Rolle, da außer Funktion), Batterielebensdauer und Brennweitenbereich (28-105) nur Durchnitt.
Summe: Eine wirklich tolle Kamera, die auch den Spiegelreflexfan überzeugen wird. Überraschung: Makroaufnahmen mit einer Tiefenschärfe wie sie die S95 bietet schafft meine D700 auch mit den teuren Objektiven nicht. Da haben die Kompakten die Nase vorne !
Das Problem: In der Stellung Auto nutzt Canon höhere Isos um auf kürzere Belichtungszeiten zu kommen. Das ist in der Praxis schlicht Unsinn, die Kamera hat einen unglaublich effektiven Verwackelungschutz und dank der hohen Lichtempfindlickeit eh geringere Belichtungszeiten als andere. Es führt nur zu den üblichen Unschärfen und Vermatschungen, die nun mal (auch hier) unvermeidlich sind. Man hätte diesen Modus auch genausogut 'Sport' nennen können, denn die kurzen Zeiten braucht man nur, wenn sich Objekte im Bild schnell bewegen. Ausserdem kann man bei Auto den Blitz nicht manuell einstellen, das geht nur in den anderen Modi. Da die Erkennung von Gegenlicht miserabel funktioniert, ist das übliche Gegenmittel (Blitz) nicht verfügbar - keine Ahnung was sich Canon dabei gedacht hat.
Mein 'Auto'-Modus ist SCN in der Einstellung 'Portrait'. Da macht die Kamera alles allein und richtig. Im Zweifelsfall nutze ich den Modus P und gebe über den Drehring den gewünschten ISO vor.
Ich hoffe das hilft anderen Gegelegenheitsknipsern (wie mir) um mit dieser Kamera schneller klar zu kommen. Und das ist dann mehr als überzeugend. Dank des 2.0 Objektivs und einer sehr gelungenen Rauschunterdrückung stampft die S95 meine Fuji F100fd (gleiche Sensorgrösse), die ich im direkten Vergleich benutzte, in Grund und Boden. Einfach Klasse!
Plus reichlich Erfahrung mit analogen, mechanischen Messucherkameras.
Meine persönlichen Anforderungen an eine Kamera sind folgende:
Unabdingbar:
- Klein genug um in einer Gürteltasche (max Lowepro DRES-8s oder Apex20) incl. Akkukapazität für 350 Aufnahmen, Reserve SD-Card und Objektiv-Putztuch Platz zu finden.
Diese Taschen sind so klein das die Wanderstöcke beim Gehen nicht mit diesen kollidieren und robust genug um die Kamera bei einem Ausrutscher sicher zu Schützen.
- Einhandbedienung muss zumindest zur Not (=Klettersteig) möglich sein
- Bestmögliche Bildqualität ohne Auqarellmatsch durch Kamerainterne Rauschreduktion.
- Möglichst geringe Pixeldichte des Sensors
- Displayinformationen müssen auch bei intensiven Sonnenschein UND 1,50 Dioptrien Kurzsichtigkeit ablesbar sein
- Logische und nicht zu komplizierte Bedienung
- Halbwegs brauchbarer Videomodus (HD720 in irgendeinem Format egal welche Framerate)
Nice to have:
- Möglichst grosses Weitwinkel (wenn geht 24mm)
- Lichtstark über ganzen Zoombereich
- Dummysicherer Automatikmodus
- Raw mit perfekter Unterstützung durch Lightroom
- FullHD-Video 30Fps
In der Endauswahl waren, nach Wegfall aller 4/3-Kameras (viel zu gross), die Canon S95 und die Lumix LX5.
- Was die Qualität der Verarbeitung, Lichtstärke über den ges. Zoombereich, Automatiksicherheit und Weitwinkel betrifft hatte die LX5 klar die Nase vorne, in der Bildqualität nehmen sich beide Kameras nichts, der klassische Objektivdeckel der LX5 ist ein echtes Ärgernis und sie ist deutlich grösser als die S95 - in die genannten Gürteltaschen passt sie nicht mehr, was doch den Unterschied von "Immer dabei" und "Zu Hause im Schrank" ausmacht.
Die Bedienungsanleitung der LX5 umfasst 263 Seiten und auch nach dem 3ten Durchlesen habe ich nicht annähernd die Quereinflüsse der wirklich unzähligen Einstellungsmöglichkeiten durchschaut - eine echte Wohltat ist hier das S95-Manual das zwar auch 194 Seiten dick ist aber wenig Fragen offen lässt, es ist klar strukturiert und verständlich geschrieben.
Somit ging die Entscheidung klar zu Gunsten der S95 aus. Sie punktet bei der Grösse, dem klareren Display, dem automatischen Objektivverschluss (Einhandbedienung!!) und den wesentlich logischer strukturierten Menues (und das obwohl ich das Lumix-Menue an sich gewohnt bin).
Als Zubehör habe ich den aufklebbaren Griff von Franiec, einen Ersatzakku und ein 12V-Ladegrät geordert.
Die Grundeinstellung habe ich wie folgt vorgenommen:
- "P"-Modus
- Auto-Iso
- MaxIso 640
- Änderungsrate "Standard", bei extrem wenig Licht "Langsam", bei Sport auf "Schnell"
- die ISO-Einstellung kam ins Favoriten-Menue
- AEL (Belichtungslock) auf den "S"-Button
- Stich-Assistent auf SCN vorbelegt
- Zur Sicherheit Braketing auf -1/3 <> +1/3EV
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Hier nun meine Erfahrungen nach den ersten 300 Aufnahmen und der ersten Bergtour mit der S95:
+++++Positiv:
- Das Display ist auch bei starker Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar.
- Für eine Kamera dieser Grösse empfinde ich die Bildqualität als hervorragend
- Die Bildzeichnung und Schärfe ist über den gesamten Zoombereich einwandfrei
- Die Jpeg's sind trotz ihrer geringen Grösse (=starke Komprimierung) von sehr guter Qualität, die Farben sind natürlich und die Rauschreduzierung sehr gut balanciert. Es gibt auch bei JPG-ISO400 keinen Aquarellmatsch (Luminanzrauschen in Grenzen ja, aber keinen Farbmatsch)
- Die Belichtungskorrektur mit dem hinteren Drehring ermöglicht in Verbindung mit dem sehr guten Display gute Belichtungssicherheit
- Schneller und akkurater Autofocus
- hervorragender Verwackelungsschutz
- Durch das lichtstarke Weitwinkel wird der Blitz kaum benötigt
- Auch bei extremen Lichtverhältnissen (tiefstehende Sonne im Gegenlicht) haben die Bilder immer noch eine gute Zeichnung.
- Die jeweils gültigen Funktionen für die beiden Einstellringe (Objektivring + Menuering) werden im Display angezeigt, man braucht sich die Funktionen also NICHT merken.
- Kein Autofocus bei Videos (ja, ich reihe das unter Positiv ein nachdem meine Lumix-ZX3 mehrere Videos durch pumpenden AF ruiniert hat)
- Panoramamodus profitiert vom sehr guten Display. Panoramabilder werden durch die mitgelieferte Sofware (Camera Window) in eigene Unterordner ("STITCH_" + Nummer des jeweils ersten Bildes) auf die Festplatte geschrieben - es entfällt also das händische aussortieren + erzeugen von Unterverzeichnissen, eigentlich eine Kleinigkeit aber hier hat doch mal ein Praktiker mitgedacht.
+++++Durchwachsen:
- Bei manuell zugeschalteten Blitz zur Aufhellung bei Gegenlicht schaltet die Kamera ohne Notwendigkeit schnell bis zur eingestellten ISO-MaxGrenze hoch.
- Der Automatikmodus schaltet viel zu schnell die ISO hoch (ist aber kein Problem, der P-Modus funktioniert klaglos)
- Der Videomodus ist für Erinnerungsfilmchen, auf dem HD-Fernseher genossen, OK - es gibts aber besseres.
- Panoramamodus nur in JPG (kein Raw) und per se nur Querformat.
Man kann den Modus natürlich auch für Hochformat misbrauchen - prinzipiell ist das ja nur ein AE+AFLock - durch die Art der Displayaufteilung ist es allerdings schwierig den Horizont beizubehalten. Einzige Alternative: die Belichtung im "P"-Modus von Display ablesen und mit diesen Werten als Basis dann in "M" das Panorama schiessen - dauert schlimmstenfalls 20sec länger.
- Kein dedizierter USB-Massenspeichermodus, man ist zum herunterladen der Bilder auf die Canon-Software, Lightroom oder einen Kartenleser angewiesen (oder ich mache etwas falsch)
- Die Lichtstärke von 1:2 ist nur bei 28mm Brennweite vorhanden und fällt dann sehr schnell ab. Nachdem ich zu 90% mit max. Weitwinkel fotographiere ist mir das egal ausserdem ist das bei einer derart kleinen Kamera wohl nicht anders machbar.
+++++Gehört eigentlich nicht zur Rezension der S95, sollte aber doch erwähnt werden:
- Keines der RAW-Profile von Adobe (CS, Lightroom) für die S95 trifft die JPG-Farben wirklich, hier müsste man ein eigenes FarbProfil erzeugen. Am ehesten ist noch "Camera Landscape" für Bergwanderungen geeignet so man die Farbtemperatur um ca. 100K erhöht.
Für den geschätzten Leser der bis hierhin noch nicht eingeschlafen ist für den gibt es ein FAZIT:
Für anspruchsvolle Bergwanderer, Radfahrer, ev. auch Kletterer etc. gibt es derzeit, was die Melange aus Bildqualität und Kompaktheit betrifft, aus meiner Sicht keine Alternative.
Die Bedienung ist logisch, die Displayinformationen sind auch mit leichter Fehlsicht (bis 1,50 Dioptrien) zugänglich, das Manual sehr gut geschrieben.
Wem die Grundbegriffe Blende/Belichtungszeit/ISO nicht gänzlich fremd sind und wer bereit ist einige wenige Sekunden mehr als üblich in ein Bild zu investieren dem wird die S95 absolut hervorragende Bilder von unwiederbringlichen Momenten schenken.
Somit eine klare Kaufempfehlung und 5Punkte nach meiner persönlichen Anforderungsliste.
Das Gehäuse macht insgesamt einen außerordentlich hochwertigen Eindruck. Die Tasten sind präzise - da wackelt nichts. Alles liegt sehr gut in der Hand. Die Kamera ist auch nicht zu leicht.
Die Unterschiede zwischen S90 und S95 kann ich nur an Hand eines "Hands-on" vergleichen. Die S90 hat eine glattere Oberfläche; die S95 hat ein etwas rauheres Finish. Mir persönlich gefällt das: das Teil liegt etwas besser in der Hand.
Verbessert wurde auch die Anordnung und Funktionalität der Bedienknöpfe. So ist jetzt z.B. der Knopf für die Auswahl der Steuerring-Optionen mit dem Ein-/Ausschalter vertauscht. Dies entspricht eher meinem Verständnis von intuitiver Bedienung. Auch das kleine Einstellrädchen am Mode Dial hat jetzt klar definierte Rastpunkte. Das Rädchen blieb gottseidank leichtgängig, verstellt sich aber nicht mehr so schnell bzw. unbeabsichtigt wie bei der S90.
Nach dem Auspacken habe ich den Akku gleich eingelegt; die Kamera funktionierte auf Anhieb. Nach ein paar Funktionstests habe ich den Akku (gemäß Symbol halbleer) aufgeladen; das war nach ca. 1 Stunde erledigt.
Der Bildschirm ist sehr klar und sehr hell. Details werden gut dargestellt.
Wie schon bei der S90 muss man sich an den Blitz der S95 erst gewöhnen. Das Teil gleitet bei Bedarf hervor (sehr lässig) - aber an genau der Stelle, wo der linke Zeigefinger ruht. In dunkler Umgebung muss man daher die Kamera etwas anders halten.
Features und Fotografierqualität sind praktisch gleich zur (hervorragenden) S90. Aber es gibt auch Ausnahmen - glücklicherweise handelt es sich dabei um klare Verbesserungen.
Da wäre zunächst der HDR-Modus zu nennen, der auf einen Knopfdruck in einem Zeitraum von etwa 2 Sekunden 3 Bilder schiesst (unter-, normal- und überbelichtet) und zu einer kontrasterweiterten Aufnahme zusammenfügt. Die Kamera muss auf einem Stativ stehen (ich verwende ein Joby Gorillapod - auch das sehr empfehlenswert). Da das erste Bild bereits mit dem Drücken des Auslösers aufgenommen wird, habe ich ein leichtes Verwackeln und unscharfes Ergebnis befürchtet. Die Sorge ist aber unbegründet: die Bildqualität ist auch hier erstaunlich gut.
Dann der HD-Video-Modus (720p, 24 fps), der in Verbindung mit dem eingebauten Stereomikrofon brauchbare und recht ansehnliche Ergebnisse liefert. Das Ergebnis ist zwar besser als bei der S90, aber nicht perfekt: unbeabsichtigte Nebengeräusche hört man durchaus, der Zoom funktioniert nur digital (nicht optisch). Für mich nicht entscheidend, aber wer hierauf hohen Wert legt, sollte dieses Feature ausführlich ausprobieren. Immerhin profitiert auch der Videomodus vom extrem lichtstarken Objektiv. Zudem gibt es noch ein paar Verfremdungseinstellungen. Witzig, aber in der Praxis eher weniger wichtig.
Berücksichtigt man die erstklassige Bildqualität und die opulente Ausstattung sowie die Möglichkeit, praktisch alle Merkmale auch manuell zu steuern, die Möglichkeit, RAW zu speichern sowiedie wirklich erstklassige Eignung für Aufnahmen bei wenig Licht (das ist mir sehr wichtig), so handelt es sich bei der S95 um eine Kamera, die in der Summe ihrer Eigenschaften fast an einfache D-SLR mit Standard-Objektiv heranreicht - ohne freilich soviel zu wiegen.
Im Vergleich zu preiswerteren Point-and-Shoots von Casio, Sony usw. fehlen der S95 deren zig Motivprogramme. Allerdings habe ich mit dem vollautomatischen Progamm etwa 20 Bilder in unterschiedlichen Szenen aufgenommen - mit rundweg sehr gutem Ergebnis.
Aussagen zur Akkuleistung kann ich noch nicht machen. Ich habe bisher einige Minuten Video und etwa 50 Bilder geschossen, und es wird immer noch "Akku voll" angezeigt.
An die Grenzen bin ich noch nicht gegangen (extreme Aufnahmen, High-ISO-Aufnahmen, Serienbildfunktion, Makrofotografie ...). Auch habe ich die Bilder nur in Hinsicht auf den Gesamteindruck beurteilt. Zu Vignettierung, Rauschverhalten usw. will ich mir erstmal ein eigenes Urteil bilden. Gleichwohl ist der erste Eindruck wirklich hervorragend (und beispielsweise sichtbar besser als bei meiner PowerSot Pro1).
Die beigefügte Software habe ich ebenfalls noch nicht ausprobiert. Immerhin wurde die Kamera unter Windows 7 x64 sofort erkannt.
Die perfekte Kompaktkamera? Beinahe. Was könnte man verbessern? Da fallen mir nur wenige Punkte ein:
- Zoom- und Autofokusfunktion für den Videomodus
- (Noch) weniger Störgeräusche bei der Tonaufnahme
- Bei HDR-Aufnahmen sollte das erste Bild eine Sekunde nach Betätigen des Auslösers geschossen werden können, damit man in Ruhe die Hände von der Kamera nehmen kann (ideal wäre es, wenn man ein solches Feature ein- und ausschalten könnte)
Der Preis mag für eine Kompaktkamera auf den ersten Blick hoch erscheinen. Aber gemessen an Ausstattung und Qualität ist das Preis-/Leistungsverhältnis wirklich fair. Dafür gebe ich fünf Sterne.
- Die S95 ist WESENTLICH schneller, nahezu doppelt so schnell wie die S90 (s90 jpg at f2 1/100 iso80 = 55 frames/min - s95 jpg at f2 1/100 iso80 = 115 frames/min). Die S95 fotografiert jetzt normal fast so schnell wie die S90 im Lowlight-Modus, der Lowlight-Modus der S95 ist im Vergleich zur S90 ebenfalls fast doppelt so schnell (s90 lowlight at f4 1/125 iso320 = 121 fpm - s95 lowlight at f4 1/125 iso320 = 217 fpm), dank der möglichkeit die Iso im Lowlightmode einzustellen (min 320), ist dieser durch ~3,7fps auch als ein Speedmode zu gebrauchen.
- Der Macro-Modus ist fast nicht mehr nötig, da die S95 nun auch im Nahbereich mühelos fokusieren kann. (Bei der S90 waren z.B. Selbstportraits ohne Macromode kaum zu fokusieren)
- Die griffige Beschichtung des Gehäuses zusammen mit den vertauschten Knöpfen für "On/Off" und "Ringfunktion" (On/Off ist nun näher) ermöglichen in meinen Händen eine gute Einhand-Bedienung, oftmals sehr praktisch.
- Die Videoqualität ist besser als erwartet und dank F2.0 Linse sind auch bei geringer Beleuchtung schöne Aufnahmen möglich.
Trotz 5-Sterne verbesserungswert:
- In den Scenemodes keine manuellen Einstellungen möglich (z.B. immer Mehrfeld Autofocus, Autoblende usw.)
- Nur 24fps HD-Movies und keine manuellen Einstellungen für Blende u.ä. möglich.
- Da es kein Gewinde gibt, sind Filter nur mit Lensmate-Adapter nutzbar
- Irgendeine Mulde, ein Grip o.ä. für die Finger wären auf der Vorderseite der Cam trotz guter Beschichtung hilfreich
Kleinere Nachteile hat die Kamera natürlich auch:
- Der Akku hält mit max. 250 Aufnahmen nicht extrem lange, im Urlaub ist man jeden Tag am Aufladen
- Der Blitz fährt an einer ungünstigen Position aus dem Gehäuse (wird aber nur seltenst benötigt)
- Das Zoom reicht nur bis Porträt-Tele
- Die Blende kann in allen Brennweiten nur bis Blende 8 geschlossen werden - Tiefenschärfe für Makroaufnahmen ist damit nicht wirklich zu erreichen, und auch Bewegungsunschärfe für fließendes Wasser durch Einstellen längerer Zeiten geht bei Sonne nicht mehr
Die Vorteile überwiegen jedoch bei weitem:
- Robustes kompaktes Gehäuse
- Vielfältige manuelle Einstellmöglichkeiten
- Dank Pixel-Binning und größter Blende von f/2.0 ist Fotografieren auf dem Weihnachtsmarkt mit 1/30s problemlos aus der Hand möglich
- RAW-Format möglich
- HDR-Aufnahmen ohne zusätzliche Software möglich
- Innovatives Bedienkonzept mit zwei Einstellringen, so dass wichtige Einstellungen schnell und ohne Aufruf verschachtelter Menüs getätigt werden können
- Großes, auch bei Sonne gut betrachtbares Display
- Animierte Bildübergänge bei der Betrachtung der Bilder
- Dreht man bei der Wiedergabe die Kamera, drehen sich die betrachteten Bilder passend mit
- Display aus Glas, das auch nach einem halben Jahr in der Hosentasche keinen Kratzer hat
Für mich ist es die perfekte Immerdabeikamera, nicht nur, aber auch insbesondere als Ergänzung zur digitalen SLR.
Diesen Trick konnte bereits schon meine Fuji F800 vor 5 Jahren. Da die S95 ueber einen hervorragenden Bildstabilisator verfuegt, lassen sich dann bei ruhiger Kamerahaltung verwacklungsfreie Fotos, runter bis zu 1/15 Sek. Verschlusszeit, noch problemlos erzielen!
Die Kamera tendiert im AUTO-Modus dazu, mit der ISO-Zahl hochzugehen wenn weniger Licht herrscht (dh. das Rauschen nimmt zu), aber dafuer bleibt die Verschlusszeit schnell und die Szenen mit mittelmaessig schnell bewegten Motiven verwackeln nicht - also im AUTO-Modus ideal für Schnappschussaufnahmen!
Falls ich gezielt rauschfreie Fotos mit hoher Qualitaet erzielen moechte,
so benuetzte ich den P-MODUS mit einer festen Einstellung des ISO-Wertes auf ISO100 !!
(sowie feste I-Contrast Einstellung: Kontrastkorrektur auf OFF, aber Schattenkorrektur [Disp-Taste] unbedingt auf AUTO - den Objektivring habe ich idealerweise auf die Zoom/Brennweiten-Funktion mit festen Brennweitensprüngen umprogrammiert)
Mit dieser Einstellung erziele ich in der Regel die besten Fotos!
Die Bildaufloesung habe ich fest auf 6 MegaPixel eingestellt, 10 MegaPixel halte ich fuer uebertrieben.
Begruendung: Die Kamera verwendet, uebrigens wie fast jede andere Digicam auch, einen Bayer-Sensor. Die effektive Aufloesung betraegt daher sowieso nur ein Viertel (da jedes von 4 in einem Quadrat angeordnete Pixel jeweils fuer einen Farbanteil zustaendig ist und daraus letztlich ein Farbpixel errechnet wird), also: "10 geteilt durch 4" gleich 2,5 MegaPixel! So werden die effektiven 2,5 MegaPixel letztlich kameraintern auf 6 bzw. 10 interpoliert, dh. elektronisch "hochgeschaetzt", was aber keinen besonderen Einfluss hat auf die Verbesserung der Detailtreue des Bildes gegenueber den real fotografierten 2,5 MegaPixeln.
Bei 6 MegaPixeln bleibt, finde ich, auch die Dateigroesse mit etwas ueber einem MB super kompakt!
Ich verwende also für Aussenaufnahmen in erster Linie den P-MODUS wegen der besseren Detailqualität, und nicht den AUTO-Modus.
Ich verwende den AUTO-Modus nur im Falle von Schnappschussaufnahmen (dh. spontane Aufnahmen mit bewegten Objekten) im Aussenbereich.
Auch wenn man sich keine große Zeit fuer Einstellungen nehmen moechte, wie für Belichtungskorrekturen oder Nacharbeit des Fotos, so eignet sich der AUTO-Modus gut fuer Aufnahmen bei starkem Hell/Dunkel-Kontrast, zB. bei partiell starker Sonneneinstrahlung oder Nachtaufnahmen mit Objekten, die von Lampen partiell sehr hell angestrahlt werden: hier sorgt der AUTO-Modus naemlich dafuer, dass einzelne Bereiche, die normalerweise partiell ueberbelichtet waeren, in der Regel noch sichtbar bleiben! Die Kamera neigt daher im AUTO-Modus dazu, die ISO hochzustellen, zugunsten des Vermeidens von Verwacklungen wie bereits oben erwaehnt - und eben auch um parallel leichte Korrekturen an einzelnen Bildbereichen vornehmen zu koennen, die bei normaler laengerer Belichtung (=niedrige ISO) ueberbelichtet waeren, das geht jedoch auf Kosten der Qualitaet der mittelhellen und dunkleren Bereiche, welche die Kamera dann softwaretechnisch aufhellen muss! So gehen oft die Details verloren, weil das Rauschen dann in den aufgehellten Bereichen zum Vorschein kommt, so dass wiederum die eingebaute elektronische Rauschunterdrueckung aktiv werden muss, was letztlich zu Unschaerfe bzw. zu schlechterer Aufloesung in flächigen Bereichen fuehrt (zB. sieht Hautstruktur dann eher wachsartig aus, Linienkanten bleiben jedoch deutlich).
Man sieht, es ist also auch etwas Geschmackssache, welche Einstellung man waehlt. Der AUTO-Modus ist eben auch etwas, wenn man mal zu faul ist fuer eine ruhige Kamerahaltung oder auch fuer diejenigen, die keine grosse Ahnung vom Einstellen einer Fotokamera haben - ich persoenlich mag es eben meist lieber, wenn die Bilder scharf und detailgetreu bleiben und ich nehme dafuer eben in Kauf, die Kamera manchmal vorher einstellen zu muessen und vielleicht im Einzelfall bei Ausloesen ruhiger halten zu muessen.
Falls ich speziell Innenraumaufnahmen (Parties etc.) bei normalerweise schlechteren Lichtverhaeltnissen machen moechte, benutze ich mit Vorliebe den "lowlight-Modus" mit einer festen ISO-Einstellung von ISO400. Die Bilder bleiben trotz der ISO400 aufgrund "Pixelbinnings" (4 Pixel werden zu einem Pixel zusammengefasst) so gut wie rauschfrei. Die Aufloesung stellt die Kamera automatisch auf 2,5 MegaPixel runter, dafuer ist sie 4x so lichtstark wie ISO100 im P-Modus(!). Die Kamerasoftware scheint die Bilder im "lowlight-Modus" auch absichtlich etwas stärker nachzuschärfen, wahrscheinlich um der geringeren Auflösung entgegenzuwirken.
Ich persönlich finde diese Bilder für Innenraumaufnahmen aber richtig klasse und "knackig"!
Meine Meinung zu den angeblich ueberbelichteten Fotos in den obigen Rezessionen: Ja, es ist richtig, die Kamera macht die Fotos heller, falls man nicht gerade gutes Sonnenlicht hat. Aber die sind keineswegs ueberbelichtet, sonden nur optimiert, da das natuerliche Umgebunglicht einfach nicht hell genug fuer ein brilliantes Foto ist. Wer's noch nicht glaubt, hier mein Tipp: Mache einfach mal zwei Fotos desselben Motivs (ohne Sonnenlicht), eines ohne Korrektur und eines mit -2/3 Belichtungskorrektur und vergleiche dann beide: welches Bild wuerdest Du in einem Hochglanzprospekt veroeffentlichen? Ich wuerde das mit der automatischen Canon Einstellung vorziehen!
Und noch etwas: Das Argument, es gibt noch Kameras dieser Klasse, die etwas schneller sind, zieht bei mir nicht, denn: Canon verwendet hier ausnahmsweise einen (hochwertigeren) CCD-Chip und keinen CMOS-Chip. So ist der CCD zwar etwas langsamer (was sich auch bei den Videofaehigkeiten zeigt mit nur 24fps statt 30fps) und er ist etwas teurer als der CMOS, dafuer ist der CCD-Chip rauschaermer und verfuegt ueber einen hoeheren Dynamikumfang als ein CMOS-Chip, was die hohe Qualitaet der Bilder der S95 bei niedrigen ISO-Werten (ggf. manuell eingestellt) ausmacht.
Mein Fazit fuer alle, die Wert auf eine hohe Bildqualitaet legen: Die S95 ist in dieser Hinsicht mit die beste Hosentaschenkamera, die derzeit auf dem Markt ist! Daher 5 Sterne.
(REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik) Habe mir die kleine Kompakte als Nachfolgerin der Panasonic TZ3 gekauft und sie nun kurz im Gebrauch. Ich muss vorausschicken, dass ich Fotografie wohl als Hobby aber trotzdem durchaus intensiv und professionell betreibe wie ich meine. Die S95 als "Immerdabei" neben meiner EOS 5dMarkII.
Zuerst ist sie mal ein deutlicher Fortschritt zur Panasonic und liefert durchaus beachtliche Bilder in einer vernünftigen Qualität, wie man sie von einer Kompaktkamera erwarten kann. Die manuellen Einstellmöglichkeiten sind für mich ein absolutes Muss. Nun ein paar Punkte die für mich die Leistung charakterisieren
- Das Rauschen ist für mich bis max. ISO400 akzeptabel, darüber schon deutlich zu sehen, bis ISO 800 aber z.B. mit Dfine noch gut in den Griff zu bekommen
- Schärfe ist ausreichend gut mit Neigung zu Abschattungen bei starken Hel/Dunkel Kontrasten
- Lichtstärke ein großer Vorteil, der es erlaubt eben mit den ISO400 sehr gut durchzukommen
- Bildqualität (nicht nur) sensorbedingt wirklich gut
- Bildstabilisierung funktioniert top
- Der Schnickschnak von iContrast bis Szenenwahl absolut entbehrlich
- Neigt wie schon auch Vorposter geschrieben haben zur Überbelichtung
- Das das RAW Format keinen Beschnitt 3:2 solo hat ist ärgerlich, aber kein Drama
Unterm Strich eine Top Kompakte für alle die aus so ner kleinen Fotos in ner guten Qualität wollen und auch selbst steuernd (Blende, Verschlußzeit) eingreifen wollen. Dazu ist sie wirklich sehr handlich mit super Haptik und damit aus meiner Sicht eine klare Empfehlung, wobei ich zum Videothema gar nichts sagen kann.
Zum Äußeren:
Kamera sieht (auch) live sehr hochwertig und robust aus, dabei sehr angenehm unprotzig und unauffällig (für mich bzgl. Größe und Aussehen perfekter Kompromiss für unaufdringliches Fotografieren bei ziemlich guter Bildqualität). Sie ist sehr griffig. Keine Probleme mit dem Halten. Blitz stört nicht wirklich, weil man die Handhaltung anpassen kann. Außerdem ist der Blitz bei mir eh meist deaktiviert, weil ich Blitzlicht nicht mag, habe aber auch schon einige unscharfe Personenaufnahmen in Innenräumen damit produziert, ist halt keine DSLR :-)) Von der Größe her perfekt, um leicht in die Seiten- oder Hintertasche einer nicht ganz brutal engen 5-Pocket-Jeans zu flutschen. Trägt dort weder zu stark auf, noch stört sie, wenn man den ganzen Abend damit am Tisch sitzt. Angenehm schwer für ruhige Haltung, aber nicht in der Hosentasche störend. Display sehr robust und wohl auch recht kratzfest, Fingerabdrücke und Fett unheimlich leicht annehmend. Stört nur ästhetisch, wenn Kamera aus ist, beeinträchtigt nicht die Funktion des hervorragenden Displays. Moduswahlrad rechts oben zu schwergängig (Bedienung hinterlässt bei mir Abdruck im Daumen), Wahlrad auf Displayseite perfekt. Das Wahlrad setzt mit einer Reserve für Grobmotoriker gerade so viel Widerstand entgegen, dass es sich beim tastenden Drüberfahren nicht verstellt, aber dennoch leicht zu drehen ist (fühlt sich recht scharf an). Mehrfachtaster im Wahlrad von Anfang an sehr einfach und ohne Fehler zu bedienen (habe mittelgroße Hände), es wird eigentlich v.a. das Wahlrad selbst geklickt. Alles ist so angeordnet und konzipiert (auch die Buttons um das Wahlrad herum), dass eine blinde Bedienung nur durch Berühren sehr einfach, schnell und fehlerlos möglich ist. Die zwei Druckpunkte des Auslösers konnte ich von Anfang an völlig ohne Probleme bedienen, sehr gut gemacht.
Lautstärke und Klangästhetik der Kamerageräusche (mich hätte es vor dem Kauf interessiert - bitte Abschnitt überspringen bei Desinteresse):
Aus- und Einfahren des Objektivs geschehen nicht laut, aber auch nicht superleise im Vergleich zu anderen aktuellen Kompaktkameras. Recht gleichmäßiges Aus- und Einfahrgeräusch mit Toncharakter (eingestrichenes b, ca. 465 Hz), zusätzlich relativ kurzes schneidendes, hochfrequentes Geräusch, das durch den sich öffnenden bzw. schließenden Objektivschutz entsteht - verleiht dem Gesamtgeräusch eine leicht aufdringliche, scharfe Note. Gesamtcharakter deutlich angenehmer als das Jaulen des Optio-S-Objektivs. Lautstärke während eines Vortrags kein Problem, für ein leises klassisches Konzert oder andere prekäre Situationen zu laut. Bauart der Kamera erlaubt natürlich keine Lautlosigkeit. Aus- und Einfahrgeräusche des Blitzes ungefähr so laut wie Objektiv, allerdings höherfrequent und von leicht peitschendem Charakter. Einstellring am Objektiv knattert gefühlt deutlich lauter als es die Aus- und Einfahrgeräusche des Objektivs sind, was mich persönlich stört, aber in fast keiner Aufnahmesituation ein Problem darstellen wird (immer noch relativ leise, außerdem können alle Funktionen der Kamera auch anders erreicht werden). Auslöseknopf praktisch lautlos, Einstellbuttons knacken so, dass man es in einem ganz leisen Raum auch in 3 m Entfernung gut hört. Insgesamt hätte man sich mehr bemühen können, die Bedienung der Kamera lautloser zu gestalten. Es gibt eben immer etwas zu motzen, Canon.
Bildqualität:
Insgesamt hervorragend. Automatikmodus liefert brauchbare Schnappschüsse, aber speziell in schwierigen Lichtsituationen oder bei schwierigen Motiven nicht unbedingt mehr als das; neigt gering zur Überbelichtung. Keine Wunder von diesem Modus erwarten! Wenn ich fast nur im Automatikmodus fotografieren wollte, würde ich mir eine deutlich billigere Kamera kaufen, die das nicht unbedingt schlechter hinbekommen muss. Bezogen auf den Automatikmodus ironischerweise markiert die Kamera in allen Modi einschließlich Automatik in der Rückschaufunktion durch blinkende Schraffuren die Bereiche mit "blown-out highlights". Das ist echt gut und hilfreich zur Beurteilung der Fotos! Eingehende Beschäftigung mit der Kamera unumgänglich, wenn dem Optimum nahekommende Ergebnisse gewünscht werden (kann viel besser werden mit manueller Einstellung). Man muss selbst rumspielen und die Kamera kennenlernen, um ein Gespür für die optimalen Einstellungen der vielen Parameter für jede Lichtsitation je nach Motiv zu entwickeln. Nach meinen bisherigen Experimenten und Belichtungsserien damit dann innerhalb der technischen Grenzen der Kamera sicherlich wirklich gute Ergebnisse möglich bei vielen Lichtverhältnissen und ohne ewige Experimente! Alle Einstellmöglichkeiten bequem erreichbar. Ziemlich enttäuscht hat mich der Weißlichtabgleich in Innenräumen, aber damit haben auch die DSLRs zu kämpfen. Ich habe meist keine Lust, an Raws rumzuentwickeln, aber man hat ja über Doppelspeicherung diese Möglichkeit für Fotos, an denen einem wirklich liegt. Den Kritikpunkt, dass man Raws nicht im Auto-Modus abspeichern kann, teile ich nicht, weil ich diesen Modus eh nur für Schnappschüsse nehme und meist in einem anderen Modus fotografiere. Fischaugeneffekt, Miniatureffekt u.ä. finde ich sinnlose Gimmicks, stört mich aber auch nicht, weil ich es ja nicht benutzen muss. HDR-Modus liefert in meiner bisherigen Erfahrung etwas inkonsistente Ergebnisse. Machmal, zumindest was den Informationsgehalt des Bildes betrifft, ziemlich gut, manchmal Schrott. Ich würde den HDR-Modus nicht zum wichtigen Kaufargument machen, steckt aus meiner Sicht auch hinsichtlich der Einstellmöglichkeiten in den Kinderschuhen. Muss man momentan immer noch am Rechner machen für gutes Ergebnis. Meine bisherigen Versuche mit dem Low-light-Modus fand ich eher enttäuschend; die Bilder werden selbst bei guter Beleuchtung unscharf und verwaschen (damit meine ich nicht die niedrigere Auflösung); vielleicht habe ich aber auch noch nicht kapiert, wie man den Modus am besten benutzt. Bilder nach meinen bisherigen Erfahrungen unter gleichen Bedingungen jedenfalls besser ohne Low-light-Modus. In diesem ist allerdings die höhere Serienbildgeschwindigkeit interessant. Den Bildstabilisator finde ich hervorragend wirksam. Die niedrige Lichtstärke im oberen Zoombereich sollte man vor dem Kauf gut bedenken, weniger wegen einer (schon zoombedingt stärkeren) Verwackelungsanfälligkeit bei dunklerer Umgebung, als viel mehr wegen der Wischartefakte durch Bewegungen, die wegen der längeren Belichtung hier verstärkt in Kauf genommen werden müssen (kann man auf Kosten der Qualität natürlich durch höhere Isostufe auszugleichen versuchen) und v.a. wegen schlechterer Freistellungsmöglichkeiten, die man mit dieser Kamera bei allen Brennweiten durchaus in Grenzen hat und die man sich halt besonders ausgeprägt auch im Porträtbrennweitenbereich wünschen würde. Zum Bokeh kann ich kein qualifiziertes Urteil abgeben, mir gefällt es. Für diejenigen, die meinen, dass mit einer Kompaktkamera kein Bokeh (verwischter Hinter- oder Vordergrund) möglich ist: geht gerade bei Makroaufnahmen gut, z.B. bei Porträt aber leider nur sehr begrenzt. Die Begrenzung des Weitwinkels auf 28 mm statt 24 mm, wie von Panasonic geboten, empfinde ich gerade in Innenräumen, aber nicht nur dort, als schmerzhafte Einschränkung der Kamera. Ein LX3-ähnliches Objektiv, das ich mir zumindest in etwas geringerer Lichtstärke obenrum auch in der kleineren Canon realisierbar vorstelle, hätte mir persönlich viel besser gefallen als ein Tele bis über 100 mm unter Verzicht untenrum. Die Größe der LX3/5 war für mich allerdings das Killerkriterium.
Video:
Nicht sehr ausführlich probiert. Qualität aus meiner Sicht deutlich besser als nur Spaßvideo. Damit werde ich auch auf Familienfeiern filmen und meine Canon VGA-Videokamera (FS100) in die Altersteilzeit schicken, wenn ich nicht zum Beispiel deren weiteren Zoombereich brauche.
Fazit:
Auch wenn eine solche Kamera im Vergleich zu einer DSLR mit vielen Einschränkungen verbunden sein muss und man sich noch viel technische Weiterentwicklung wünschen und vorstellen kann, bin ich doch über den Kauf sehr glücklich. Die Kamera hat für mich die optimale Kompromissgröße. Sie ist einfach zu bedienen, aber sehr komplex in ihren Möglichkeiten. Bestimmt werden sich manche meiner Kritikpunkte bei eingehenderer Beschäftigung mit der Kamera relativieren. Man muss einfach rausfinden, was man mit ihr machen kann, was nicht, und wie man das beste Ergebnis erhält bzw. den besten Kompromiss findet. Zum Glück gibt es keine superintelligente Automatik, die immer alles besser macht, als man es selbst könnte bei geduldiger Erforschung der Kamera. Gerade das nicht Perfekte durch die größenbedingten Limitationen, das angesichts der Einstellmöglichkeiten zu viel Beschäftigung, Experimentieren und Kennenlernen herausfordert, macht für mich mit einen Hauptreiz an dieser Kamera aus. Für diesen Spaß ist es mir völlig egal, ob nächstes Jahr wieder eine bessere Kamera rauskommt, über die ich dann mit Interesse und Vergnügen lese.
Ach ja, Canon: Wenn ihr die nächste derartige Kamera mit einem 6-MP-Sensor und einem lichtstarken 24 bis nicht zu weit austattet, werde ich vielleicht früher weich.
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